Raimund Petschner

Die Hauptadresse der Wirklichkeit

Miniaturen

In Petschners Prosa-Miniaturen geht es ums Ganze, um Signaturen der Welt, in der wir leben – erforscht in verschiedenen Sphären, darunter besonders : Freundschaft und Loyalität, das Leben mit dem Kino und das Leben mit der Literatur, die Erfahrung der Altersstufen, die Großstadt als Erkundungsort, Reisen, Unterwegssein.

Petschner lotet Möglichkeiten einer kurzen, durchgestalteten Prosa aus – vom lyrischen Bild, das unversehens unaufdringlich zu einem Denkbild wird, bis zur Taucharbeit der Erinnerung und dem Spiel mit Weiterdenk-, Umdenkphantasien. Da kann die Sprache, eben noch ein archäologisches Instrument, zum beglückenden Lichtstreif werden. Zeiten schichten sich übereinander, Dinge neben- und ineinander – nicht so, daß Hören und Sehen vergehen, sondern daß sie im eigenen, durch Lektüre angeregten Denken und Wahrnehmen erwachsen.

Raimund Petschner

Raimund Petschner, geboren bei Frankfurt am Main, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie, schlug sich durch, bis er Anfang der achtziger Jahre begann, für verschiedene Kultur-Radioprogramme als freier Autor zu arbeiten. Zahlreiche Features, Dokumentationen und Essays entstanden, besonders für den Deutschlandfunk, auch drei Hörspiele (für Radio Bremen). Seit den achtziger Jahren : Veröffentlichung von Erzählbänden sowie einem Roman, u.a. im Eco-Verlag Zürich. Alfred-Döblin-Stipendium. 1997: der Gedichtband Nackenauge im Atelier Verlag Andernach. 2019 erschien bei PalmArtPress sein Band mit Prosa-Miniaturen Kurze Entfernung aus dem Gespräch.