Boris Schapiro

Aufgezeichnete Transzendenz

Der vorliegende Lyrik Band Aufgezeichnete Transzendenz von Boris Schapiro umfasst eine Komposition „Kryptographie lunar“ und eine Sammlung von im XXI Jahrhundert entstandenen Gedichten „Seraphische Hymnen“. Es ist das dreiundzwanzigste Buch des Autors. Schapiro hat was zu sagen und was zu erzählen, er tut es nicht bloß für den Leser, sondern zusammen mit ihm.

Schapiros Lyrik entsteht aus musikalisch-architektonischen Empfindungen, die sich zu einem tönenden Klanggebilde fügen. Diese Lautmusik formt Schapiro zu Rhythmen, Metaphern, Reim und Strophe, zu Wort und Satz. Ob Deutsch oder Russisch hängt von vielen Umständen ab. Schapiro pflegt die klassischen Gattungen der Lyrik, er findet aber auch neue Formen und Klangkompositionen.

Mit Nachwort von Hella Schapiro "Wo ist der Mond".

Im Gedichtband „Aufgezeichnete Transzendenz“ gelesen, ertastet, erahnt, gewildert und erkannt, was sich bewegt und in Worte drängt, wie vielgestaltig und breit angelegt, formal wie inhaltlich: Die Auseinandersetzung mit sich selbst, den Bedingungen menschlichen Seins, aber auch mit Gott, dem Begriff des Ewigen, der Liebe, der Kunst und dem Schreiben.

Da sind die Psalmen, zum Beispiel „Mit dem Herzen auf der Zunge, hinterm Rücken der Vernunft“ oder „Richtig unfertig sind Künstler, Literaten, denn Kunst ist immer Versuch, sich selbst zu erschaffen, mittels des Kunstwerks ... Moment mal, bist Du nicht auch Künstler, Herr Gott?“

Man möchte diese Texte immer wieder lesen.

Ursula Jetter

 

Stimmen über Autor und Buch

"Mit allen der Dichtkunst zur Verfügung stehenden Mitteln, vor allem jedoch mit der Bemühung um Klarheit und Unzweideutigkeit, hat er sich einem Aufklärungsprojekt verschrieben, das für die Leser ein Quell der Freude und Inspiration ist."

Petra Lohrmann, Gute Literatur Meine Empfehlung

Boris Schapiro

Boris Schapiro (1944), Mathematiker, Physiker, Theologe, deutsch- und russischsprachiger Schriftsteller und Dichter, absolvierte 1968 die Moskauer Lomonossow Universität, emigrierte 1975 nach Deutschland, lebt seit 1996 in Berlin.

Schapiros Lyrik entsteht laut seiner Theorie der musikalischen Präsemantik aus musikalisch-architektonischen Empfindungen, die er zum fertigen Klanggebilde entwickelt, welches dann seine Wort-Verkleidung fast von alleine anzieht.

Typisch für Schapiro ist, dass sich seine poetische Schöpfung aus dem gesamten lyrischen Kulturgut der Menschheit vom Westen über den Orient bis zum Fernen Osten und von der Antike bis in unsere Tage ernährt. Damit erfindet Schapiro neue Formen und Klangkompositionen, pflegt aber auch die klassischen Gattungen, wie zum Beispiel die altpersischen Rubaiyat jetzt in deutscher Sprache.

Weitere Bücher des Autors

Weitere Information