Reinhard Knodt

Undinen

Unmögliche Liebesgeschichten

UNDINEN müssen nicht unbedingt einen Fischleib haben, wie die Undine im Märchen, und sie finden sich auch nicht nur im Wasser, sondern zum Beispiel auch im Supermarkt oder im Klavierkonzert. Wie sich Beziehungen trotz ihrer Unmöglichkeiten entfalten und wie sie trotz höchster Gefühle enden, führt Reinhard Knodt in einem Reigen von 17 Erzählungen vor. Die Begegnungsvarianten sind reichhaltig. Selbst mit einem Engel versucht es der Autor. Aber auch die Verhinderungsgründe sind von zwingender Logik und gelegentlich so absurd schön, dass man am Ende zugibt, nur das dauernd verhinderte Ende ist die eigentliche Konvention der Liebe, und die Haltbarkeit einer Ehe erfordert gar höhere Philosophie. 

Wie fangen die Liebesgeschichten an, wie hören sie auf? Was ist eine Begegnung und ihr sensibler Punkt, was geschieht bei einer Trennung? Warum geht es so oft los und selten gut? Was ist wahrer Liebesbetrug? Warum versäumen wir beste Gelegenheiten? Warum geht es trotz Liebe auseinander und warum halten die kuriostesten Liaisonen? Weil es für all diese Fragen keine endgültigen Antworten gibt, daher gibt es die Undinen, also unmögliche Liebesgeschichten von der flüchtigsten bis zur tiefsten Berührung, die alle zusammen immer nur das Eine sagen: Die Liebe ist wie das Gras.

Reinhard Knodt

1951,  Studium  in Philosophie (Gadamer) Literatur (Gerh. Neumann) und Politik.  1978 Irlandaufenthalt, erste Kurzgeschichten und Lieder. 1985 Herausgabe einer Literaturzeitschrift (Nürnberger Blätter) Ab 1986 regelmäßig Literatur, Hörspiele und Feature im Bayerischen Rundfunk;  1984 Promotion; Assistentenstelle für Philosophie; 1991 USA-Aufenthalt. Ab1992 freiberuflicher Schriftsteller;  Publizistische Tätigkeit, viele Kunstreden und essayistische Beschäftigung mit bildender Kunst und Architektur. Lehrt seit 2001 mit Unterbrechungen Kunstphilosophie an der UDK Berlin.

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