Marko Martin

Die Unschuldigen von Ipanema

und andere Erzählungen

Boccaccios Rückkehr in Zeiten von Corona? Marko Martin, Schriftsteller und Weltreisender, misstraut jedoch den großen Gesten und erzählt stattdessen ebenso gewitzt wie sprachspielerisch Geschichten vom (gleichgeschlechtlichen) Eros – aus Tokyo und Jerusalem, aus Marseille und Rio de Janeiro, wo auch die drei titelgebenden „Unschuldigen“ leben. Eskapismus? Mitnichten. Wo der Autor doch auch alles andere als ein Don Juan ist, sondern ein empathischer Chronist nur scheinbar fremder Lebenswirklichkeiten, in denen man sich allzu oft auch rigider Traditionen erwehren muss. Hinzu kommt, und der Leser erfährt es peu à peu: Dieses Buch erzählt nicht nur von Lust, sondern wagt letztlich noch ungleich mehr – Bericht zu geben von einer Lebensliebe.

 

„Die Lektüre von Marko Martins Büchern erzeugt einen Sog, dem sich Leser nur schwer entziehen können.“

– Hans Christoph Buch

 

„Marko Martin ist fern aller Ismen, ein Liebhaber der Freiheit.“

– Michael Kleeberg, Süddeutsche Zeitung

Marko Martin

© Privat

© Privat

Marko Martin lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. In der Anderen Bibliothek erschienen die Erzählbände „Schlafende Hunde“ und „Die Nacht von San Salvador“, an die sein jetziges Buch thematisch anknüpft. Seinen literarischen Tel Aviv- und Südafrika-Tagebüchern folgte, ebenfalls in der Anderen Bibliothek, der Essayband „Dissidentisches Denken“ sowie (im Tropen Verlag) „Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und Entdecken der Kultur des Ostens“. Mit „Das Haus in Habana. Ein Rapport“ stand Martin 2019 auf der Shortlist des Essaypreises der Leipziger Buchmesse.