BerlinBallade

 

Stadt im Werden - 

Stadt aus Wunden - 

so viele Wunden wie Straßen

 

Mit spitzen Stiften in Wort und Bild spießen Anja und Wilhelm Nolte, Vaterund Tochter, 

Kriegskind und Zeitkind, Schreiber und Zeichnerin, die oft nurmehr als Zeitsplitter

blass erinnerten Untaten - gegen jedes Vergessen - neu auf. 

 

Das Wüten der Schreckensherrschaft der Nazis nahm von der Metropole Berlin des gernenochgrößeren Deutschen Reiches seinen verhängnisvollen Lauf. Es sollte alles bis dahin durchlebte Mörderische überbieten. Es zertrümmerte Mensch und Kultur, Geist und Maß, Land und Stadt. Aus allen Poren blutete die Stadt, verblutete zersplittert.

Heute, wiedererstanden, wieder vereint, wieder Hauptstadt, wabern die nationalen Begehrlichkeiten neu auf, dräuen aus den Wundmalen wie belsazarische Wandmale.

 

Wilhelm Nolte

Wilhelm Nolte, Kriegskind - aus dem stolzen Zerbst, das ein kampfeswütiger Oberst drei Wochen vor Kriegsende dem 40-minütigen amerikanischen Bombardement überantwortete, das die Stadt zertrümmerte, verbrannte. Wehrpflichtiger Gebirgsjäger, Berufsoffizier zur Kriegsverhinderung, Dokumentar; Autor, Lektor, Lyriker; Fokus: Frieden. Verfasser der Gewaltfreien Widerstand integrierenden Antinuklearstrategie "Autonome Abwehr" (1984), Coautor von "Frieden gewinnen" (1987; "Winning Peace" 1989) und Initiator und Mitherausgeber von Analysen zur Generalstabsausbildung (1991, 1998). Seit 1994 Freies Lektorat für die Friedensforschung. Hierneben langjährig: Datenbankführer der Kriegedatenbank der "Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF)" der Universität Hamburg und Geschäftsführer der "Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) e.V."

Weitere Information