Maria Reinecke

Living In Between

"Nicht der Ablauf der Dinge ist ihr Wert, sondern was sich zwischen ihnen ereignet." Dieses Zitat von Maria Reinecke gilt auch für ihren Roman "Leben in den Zwischenräumen", der jetzt in neuer, überarbeiteter Form/Fassung auf Deutsch und in amerikanischer Übersetzung vorliegt: nicht der Ablauf der Handlung steht im Vordergrund, sondern was sich in den raumzeitlichen Zwischenräumen des Erzählten vollzieht, gewinnt Bedeutung: feinste Wahrnehmungen, Empfindungen der beiden Protagonistinnen Marie und Anne - oder ist es nur eine, die sich in der anderen spiegelt? - stehen als verdichtete Ruhepunkte in und neben dem dramatischen Geschehen; Erinnerungen, Reflexionen, Träume, Traumata begleiten die szenischen Abläufe leise und lassen den Leser unmittelbar teilhaben an den inneren Erregungszuständen der Figuren.

Maria Reinecke

geb. in Berlin (West); lebt freiberuflich als Autorin und Philosophin.

Seit 1993 intensive Auseinandersetzung mit der Prozess-Philosophie von A. N. Whitehead: Paradigma einer relationalen, organistischen, prozessualen Weltsicht und eines neuen, dynamischen Wirklichkeitsverständnisses; Grundlage für den gegenwärtigen Inter- und Transdisziplinären Diskurs zwischen Wissenschaft, Kunst, Bildung, Religion.

Whiteheads Aussage: „Das Leben liegt in den Zwischenräumen jeder lebenden Zelle und in den Zwischenräumen des Gehirns verborgen“ (Prozess und Realität, stw 690) wurde Inspiration für ihr eigenes „zwischenräumliches“ Denken  und ihre Sicht der Zwischenräume (auch der zeitlichen) als „Orte der Ereignishaftigkeit“, in denen Wesentliches geschieht: Zwischenräume/Zwischenzeiten als die verborgenen Schauplätze der Wirklichkeit. 

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