Ende 2008 gründete Catharine J. Nicely einen Verlag für deutsche und englische Literatur. Sie wollte Kunst und ihre Leidenschaft für Bücher verbinden, um damit ausgewählten Autoren und Künstlern ein Forum zu bieten. Für Catharine J. Nicely stellte sich jetzt natürlich die Frage: Wie soll der Verlag heißen? 

Zu der Zeit beschäftigte sie sich intensiv mit der Geschichte ihrer Familie, der Familie Palm. Sie hatte Informationen über die Herkunft des Wappens und den Stammbaum bekommen. Besonders beeindruckte sie das Motto der Familie „In Adversis Virtus“, das bedeutet, tapfer und mutig in widrigen Umständen zu sein. 

Und sie entdeckte, dass es unter ihren Vorfahren sogar einen Verleger gab. Der Verleger und Buchdrucker Johann Philipp Palm hatte gegen Napoleon das Pamphlet „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung“ gedruckt und war dafür hingerichtet worden.

Als Ehrung für diese schwäbischen Ahnen, von denen ein Teil später nach Amerika auswanderte, hat Catharine J. Nicely ihrem 2008 gegründeten Verlag den Namen PalmArtPress gegeben. Wie ihre Verwandten damals in Amerika, so hatte die leidenschaftliche Verlegerin auch in Berlin mit teils „widrigen Umständen“ zu kämpfen. 

Seit 2011 ist PalmArtPress, Verlag und Galerie, in der Pfalzburger Straße 69 in Berlin-Wilmersdorf, ein Anlaufpunkt für Literatur- und Kunstinteressierte. Regelmäßig finden Lesungen, Ausstellungen, Präsentationen und Konzerte statt. 

Catharine J. Nicely studierte Bildende Kunst, Kunstgeschichte und Germanistik in New York (Syracuse Universität), Florenz, Mainz und Kiel. Neben der Kunst faszinierte die gebürtige Amerikanerin, die 1991 mit zwei Koffern nach Berlin kam, schon seit ihrer Kindheit die Vielfalt der deutschen Kultur und Sprache. Seit einigen Jahren arbeitet sie auch freiberuflich als Lektorin und Korrektorin für englische Texte. 

Wolfgang Nieblich, Künstler, Verleger (Edition Hauser) und Autor, hat sie immer wieder auf ihrem Weg bestärkt. Er hat 1983 die Edition Hauser gegründet, die seit 2012 bei PalmArtPress verlegt wird. Seit 2011 erscheinen die Einblattdrucke, deren Herausgeber Wolfgang Nieblich ist. Viele seiner Ausstellungstücke bereichern die Galerie.