Boris Schapiro

Aufgezeichnete Transzendenz

Der vorliegende Lyrik Band Aufgezeichnete Transzendenz von Boris Schapiro umfasst eine Komposition „Kryptographie lunar“ und eine Sammlung von im XXI Jahrhundert entstandenen Gedichten „Seraphische Hymnen“. Es ist das dreiundzwanzigste Buch des Autors. Schapiro hat was zu sagen und was zu erzählen, er tut es nicht bloß für den Leser, sondern zusammen mit ihm.

Schapiros Lyrik entsteht aus musikalisch-architektonischen Empfindungen, die sich zu einem tönenden Klanggebilde fügen. Diese Lautmusik formt Schapiro zu Rhythmen, Metaphern, Reim und Strophe, zu Wort und Satz. Ob Deutsch oder Russisch hängt von vielen Umständen ab. Schapiro pflegt die klassischen Gattungen der Lyrik, er findet aber auch neue Formen und Klangkompositionen.

Mit Nachwort von Hella Schapiro "Wo ist der Mond".

Im Gedichtband „Aufgezeichnete Transzendenz“ gelesen, ertastet, erahnt, gewildert und erkannt, was sich bewegt und in Worte drängt, wie vielgestaltig und breit angelegt, formal wie inhaltlich: Die Auseinandersetzung mit sich selbst, den Bedingungen menschlichen Seins, aber auch mit Gott, dem Begriff des Ewigen, der Liebe, der Kunst und dem Schreiben.

Da sind die Psalmen, zum Beispiel „Mit dem Herzen auf der Zunge, hinterm Rücken der Vernunft“ oder „Richtig unfertig sind Künstler, Literaten, denn Kunst ist immer Versuch, sich selbst zu erschaffen, mittels des Kunstwerks ... Moment mal, bist Du nicht auch Künstler, Herr Gott?“

Man möchte diese Texte immer wieder lesen.

Ursula Jetter