garden on my cheek

Let the drawing stand up
And every dot
Yield a line
As the field that was sown
Is raised by its crop
And my nipple by the slow-growing tree.

 

Let the drawing stand up
And make of my legs
The legs of the table
On which this land is
Laid out like a towel
And placed like a bowel
Awaiting its water.

 

Let the drawing stand up
And its weight bear down
Till every line is opened
And the distance they cover
Is the format of the sky
Above my lover.

 

Let the drawing stand up
And pour from its lip
All that can turn my wheel.

 

Seitdem John Berger vor vielen Jahren Bilder von Liane Birnberg in ihrem Atelier gesehen hat, verbindet sie eine für Liane höchst produktive Freundschaft. Er sagt, dass ihre Bilder "Augen" hätten und schickt ihr regelmäßig seine neuen Bücher. Diese wirkten für ihre Arbeiten wie ein Katapult. In den Bildern von Liane Birnberg spielt die Sprache eine gewisse Rolle; sie ist aber nur rein graphisch erkennbar. Die Wörter werden eingebettet in Microglaskugeln, sie werden verfremdet und andere Linien und Formen verschlingen alles. Text und Bild wächst zusammen, aber keins gehört dem anderen. garden on my cheek ist das dritte Buch von John Berger und Liane Birnberg. Als Vorwort hat Jürgen Wellbrock einen Essay geschrieben.

Das Buch erscheint bei PalmArtPress zu John Bergers neunzigstem Geburtstag.