Anne Lorquet-Leithäuser

Kirschenzeiten

"Kirschenzeiten" ist ein Entwicklungsroman über ein Mädchen in einem Künstlermilieu in der Provence, aus der Perspektive der inzwischen nach Deutschland ausgewanderten Frau.

Es geht um einen Ort, ein Dorf in der Provence: Rives. Um die Menschen, die dort leben, und die, die vorbeikommen, verweilen, und am Ende oft bleiben, weil dieser Ort eine besondere Ausstrahlung hat: Bauern und Künstler, Ausländer und Landeskinder leben dort.

Es geht um ein Haus, das in den sechziger Jahren eine besondere Anziehungskraft ausübte. Interessante und eigentümliche Menschen aus dem Intellektuellen- und Künstlermilieu probieren neue Lebensformen aus. Es wächst dort eine lebendige Kultur- und Lebensgemeinschaft, noch lange vor den  Wohngemeinschaften der 70er.

Eine besondere Bedeutung hat der Ort für eine Frau, Marie. Sie war als Mädchen oft dort, in den Ferien bei ihrer Mutter. Jetzt lebt sie im Ausland und erinnert sich. Sie kommt immer noch nach Rives.

Rives - eine Utopie? Oder ihre Heimat? Ein überlebter Traum oder in der Pubertätszeit die heilende Begegnung mit der Natur, der Schönheit und einer spannenden Wirklichkeit? Ein lebendiger Schatz, oder ein Friedhof? Die Frau versucht, es für sich zu klären.

Sie muss sich auch zurechtfinden in der komplizierten Beziehung zu ihrer Mutter, einer Künstlerin und ungewöhnlichen Frau.

Es geht um Fremdsein und Wurzeln schlagen, um Zusammenleben. Um Kunst und Natur, Natur der Kunst, Kunst und Politik. Vielschichtigkeit, Gegensätze - wie Land und Stadt, Licht und Schatten. Ineinandergeflochten zum Rhythmus verschiedener Stimmen, die einen Zusammenklang finden sollen.

Über die Autorin

Anne Lorquet-Leithäuser

1944 in Frankreich geboren, in Paris Kunstgeschichte studiert. Seit 1971 in... Mehr